Homepage Wanderfreunde Hatzbachtal 1982 e.V.

Wanderhütten, Sitzgruppen und anderes in und um Hatzbach

 

 

 

Der Bau des Treidelkahnes 2020

 

Wanderfreunde Hatzbachtal haben einen Treidelkahn gebaut

Die Wanderfreunde Hatzbachtal haben zusammen mit ehrenamtlichen Helfern aus Hatzbach aus Mitteln der städtischen Ehrenamtsförderung einen Treidelkahn gebaut, wie er auf den 1710 von Landgraf Carl von Hessen-Kassel geplanten Kanal von der Weser zum Rhein hätte fahren sollen. Das barocke Frachtschiff ist halb so groß wie ein Weserbulle und hat damit eine Länge von 10 m, ist 1,5 m breit und 80 cm hoch. In zeitgenössischen Quellen wird der Bootstyp als „halber Bulle“ bezeichnet. 

Nach dem Plan von 1710 sollte ein Schifffahrtsweg von der Weser über die Fulda, Eder und Schwalm über die Rhein-Weser-Wasserscheide und weiter über Wohra, Ohm und Lahn zum Rhein führen. Der eigentliche Kanal sollte von Treysa über die Wiera bis zum gleichnamigen Ort führen. Von Wiera aus sollte das Hartdtwasser bis Mengsberg zum Kanal ausgebaut werden. Dann sollte der Kanal weiter über die Rhein-Weser-Wasserscheide zum Hatzbach geführt werden. Der Hatzbach wiederum sollte bis Ernsthausen zur Wohra als Kanal ausgebaut werden. Die Wohra wurde als schiffbarer Fluss eingeschätzt.

Das Kanalprojekt wurde nie offiziell aufgegeben, so dass die Ausführung nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Um für den Zeitpunkt gewappnet zu sein, wenn es soweit ist, wurde der Hatzbacher Treidelkahn „Carl“ bereits jetzt vom Hatzbacher Schiffsbaumeister Karl (Blohm) Schmidt und seinem Gesellen Horst (Voss) Erdel gebaut, und am Freitag, den 7. August 2020, mit Hilfe vieler Helfer an der Hatzbacher Schlagd - so nannte man in Nordhessen früher Schiffsanlegestellen - zusammengesetzt.

Eine Probefahrt fiel wegen des dürrebedingten Niedrigwassers im Hatzbach aus. Der „halbe Bock“ Carl hat nämlich einen Tiefgang von 60 cm, so dass beim derzeitigen Pegelstand von 4 cm im Hatzbach die notwendige Handbreit Wasser unterm Kiel nicht immer gewährleistet war.

Da das Kanalprojekt bislang noch nicht in Angriff genommen worden ist und es noch einige Zeit dauert, bis der Hatzbach zu einem 3 bis 5 m breiten Kanal ausgebaut wird, wurde der Treidelkahn provisorisch im Trockendock abgestellt. Wolfgang Schmidt hat dafür gesorgt, dass der Treidelkahn standsicher immer eine Handbreit Beton unter dem Kiel hat.

Sobald es der Pegelstand im Hatzbach wieder zulässt, steht der Treidelkahn für Schiffsausflüge zur Verfügung. Zunächst sieht der Fahrplan nur Fahrten bis nach Rauschenberg vor. Nach Fertigstellung des Kanals wird der Fahrplan um Fahrten bis zum Mengsberger Hafen erweitert. Langfristig ist die Einrichtung eines Linienverkehrs zwischen Rotterdam und Bremerhaven vorgesehen.

Pro Fahrt können bis zu 50 Personen teilnehmen: 10 die im Kahn sitzen und 40 die den Kahn ziehen. Die Teilnehmerzahl gilt auch während der Corona-Pandemie, nur können wegen der einzuhaltenden Abstände von 1,5 m nur 5 Personen im Treidelkahn sitzen. Dafür wird durch ein längeres Seil die Zahl der Ziehenden auf 45 Personen erhöht.  

Derzeit kann der Treidelkahn im Trockendock an der Hatzbacher Schlagd bestaunt werden.

 

 



Am Anfang war die Idee, dann kam das Modell (gebastelt von Horst Erdel)





Die Schiffsanlegestelle in Hatzbach, der richtige Platz für den Trendelkahn
 

Dann wurde gesägt, gehämmert, geschraubt und gehobelt

Paßt die Kante?
 

Gestrichen wurde natürlich auch

Aufgestellt zum Trocknen
 

Die einzelnen Bauteile

Innenansichten eines Kahns
 

Aufladen auf den Hänger, immer ein Teil, mehr paßt nicht

An der Anlegestelle wird wieder abgeladen

In seitlicher Lage wird der Boden gepinselt, wegen Fäulnis und so

Da kommt schon das zweite Teil über die Brücke
 

Abladen ist angesagt

Jetzt werden die einzelnen Bauteile zusammengeschraubt
 

Na das macht sich doch schon gut

Von innen gesehen, eine gewaltige Größe
 

Der Mast wird angepaßt

Der Mast wird aufgestellt und verschraubt
 

Der hält bestimmt

Der Wasserstand läßt leider zu wünschen übrig, das reicht nicht für den Kahn
 

Da steht das gute Stück, fertig bis auf ein paar Kleinteile
Gute Arbeit Jungs und vielen Dank für die freiwillige Hilfe!

So hatte unser Landgraf Carl sich das vorgestellt

 
     

 

 

Der Bau des Mooshäuschens in 2019

 

 

 

 

  



Das alte Mooshäuschen, ein beliebter Pausenplatz der Shelties Paul und Jeremy.
Einst stand im Hatzbacher Wald, am historischen Butterweg von Erksdorf und Hatzbach nach Kassel, eine kleine Schutzhütte, das Mooshäuschen.
Ein beliebtes Fotomotiv von vielen Wanderern. Viele wunderten sich über den eigentümlichen Baustil des Mooshäuschens. Es wurde von Forstarbeitern und Soldaten aus Treysa in Form einer Harzer Köhlerhütte erstellt und war wohl die älteste Schutzhütte überhaupt im Hatzbacher Wald. Aufgrund des Alters und der Bauweise war in 2017 eine Instandhaltung des Mooshäuschens nicht mehr möglich. Es musste abgerissen werden. Viele Wanderer und Spaziergänger vermissten das Mooshäuschen mit seinem bemerkenswerten Baustil. Darum wird es derzeit in diesem Baustil von vielen ehrenamtlichen Helfern mit finanzieller Unterstützung der Stadt Stadtallendorf, des Heimat- und Verschönerungsvereins Mengsberg und der Wanderfreunde Hatzbachtal wieder errichtet.

Am Anfang war der Plan und ein Modell des neuen Mooshäuschens.

 

 

Dann wurde in dieser Halle gemessen, gesägt, gebohrt, gehämmert und geschraubt. Die fertigen Elemente wurden aufgeladen.
Am 6. März 2019 kam dann der Philipps Paul mit seinem Bagger in den Wald,
an die Stelle, wo das Mooshäuschen aufgebaut werden sollte.
Wegen Frostgefahr baggerte er eine Baugrube für das Mooshäuschen.
Die fertige Baugrube (hat er gut gemacht). Revierförster Matthias Sandrock an der Baustelle in seinem Wald.
Am 8. März 2019 kamen zwei LKWs mit Splitt. Der wurde von einem Helfer mit seinem Traktor in der Baugrube verteilt.









Ortsvorsteher Frank Drescher legte selbst Hand an und rüttelte was das Zeug hielt. Am 9. März 2019 ging der Aufbau los. Die Bauteile wurden in den Wald gefahren.
Die Helfer beim Abladen....... ........und Aufbau der Fertigteile.
Erst mal alles hinstellen. Für die notwendige Stromversorgung sorgt das Aggregat der Freiwilligen Feuerwehr.
Da heißt es festhalten und verschrauben. Teil drei wird verschraubt. Der Innenausbau.
Das wird der Eingang.... ...da müssen noch ein paar Milimeter ab. Ein Dach braucht die Hütte natürlich auch.
Verschraubung in luftiger Höhe. Da wird noch gesägt.
Da hat jemand was hingestellt, gegen den Durst. Hier kommt das zweite Dachteil.
Da wird einem schwindlig von hingucken. Alles gut verschrauben.
Wer so viel arbeitet, der muß auch mal was essen. Jetzt bekommt das Mooshäuschen noch einen Regenmantel.
Alles schön einpacken. Das Wochenende wird stürmisch mit viel Regen. Am Samstag Nachmittag sieht das Mooshäuschen bereits so aus.
Neue Fotos von den weiteren Arbeiten (z.B. Außenfassade, Dach und Boden) der freiwilligen Helfer bringen wir auf dieser Seite.
Vorab schon mal vielen lieben Dank für den unermüdlichen Einsatz!

Am 23. März 2019 bekam das Mooshäuschen sein Dach:
Die Vorarbeiten wie immer in der Halle. Das muß passen!
Da liegt ein Dach im Wald. Aufladen auf den Frontlader.
Festhalten, damit es nicht kippt. Und jetzt hoch damit.
Da warten schon zwei auf das Dach. Noch ein bißchen nach rechts.
Und noch ein bißchen höher bitte. Das paßt wie angegossen.
Milimeterarbeit für den Schlepperfahrer.    

 

Arbeiten in luftiger Höhe. Das Dach von innen. Schöner als die Kathetrale von Leonardo da Vinci.

 

Fallt bloß nicht runter! Und jetzt von innen verschrauben. Latten für die Außenverkleidung
bekommt das Mooshäuschen heute auch
Innenansicht des Mooshäuschens Da wird gelattet. Da auch noch eine Latte.

 

Nicht zu vergessen: Splitt musste auch noch mal verteilt werden. Arbeiten bis zum Sonnenuntergang.
Ob er das auch richtig macht? So bleibt es erstmal bis zum nächsten Samstag,
dann geht es weiter mit der Außenverkleidung.
Das Mooshäuschen ist fertig.... ...und Donnerwetter, was sieht das gut aus.
Die Inneneinrichtung ist echt gelungen. Da können die Wanderer nur staunen!